Lebendige Erinnerung. Über den Krieg, anders.

Anna Krenz

Auch in diesem Jahr finden am 1. September in Berlin wieder Veranstaltungen zum Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs statt. Es sind wenige, dafür exklusive Veranstaltungen, an denen dieselben Menschen teilnehmen, die sich beruflich mit der deutsch-polnischen Erinnerungskultur beschäftigen: Politiker, Vertreter aus Wissenschaft und Institutionen, vor allem deutschen. Vor allem Männer. Sie treffen sich, halten Reden, diskutieren, legen Kränze nieder. Alles nach einem Muster, das wir seit einigen Jahren kennen.

Doch die Erinnerung an den deutschen Überfall auf Polen braucht auch eine polnische Stimme. Und nicht nur eine politische, akademische oder institutionelle. Denn die Debatte über die deutsch-polnische Erinnerung ist neokolonial ungleich, wenn sie vor allem aus deutscher Perspektive geführt wird. Ich bin dagegen, dass Erinnerungskultur von geschlossenen akademischen, politischen und institutionellen Kreisen vereinnahmt wird. Erinnerung gehört uns allen, denn Geschichte gehört uns allen – umso mehr die deutsch-polnische Geschichte.

Dass die Stimmen der Berliner Polonia fehlen und die Stimmen polnischer Migrant*innen in Deutschland marginalisiert werden, unterstreicht nur die Selektivität dieser Erinnerung. Und es bringt uns keinen Schritt weiter. Schwierige Erinnerung lässt sich nicht aufarbeiten, wenn schnurrbärtige Wichtigtuer nur miteinander reden. Wenn sie überhaupt reden. Deutsche Politiker*innen betonen, dass sie die historische Schuld Deutschlands gegenüber Polen und die daraus erwachsende Verantwortung grundsätzlich anerkennen. Und das war’s. Sie sind außerdem der Ansicht, die deutschen Verbrechen seien angemessen aufgearbeitet worden, und sehen derzeit keinen Bedarf für weitere Schritte von deutscher Seite. Und das merkt man. Die historischen Traumata beider Länder werden jedoch nicht aufgearbeitet, wenn beide Seiten schweigen oder parallele Monologe führen. Beide Gesellschaften tragen Traumata in sich, die von Generation zu Generation weitergegeben werden: Polinnen und Polen das Trauma der Opfer, Deutsche das Erbe der Täter und die damit verbundenen Schuldgefühle. All das wirkt sich bis heute auf den deutsch-polnischen Dialog aus. Man kann so tun, als sei das Thema Zweiter Weltkrieg abgeschlossen, als solle man nicht in der Vergangenheit leben, als zähle nur das Hier und Jetzt. Aber in Wirklichkeit ist es nicht so. Ein Blick auf die Straße oder in die sozialen Medien reicht. Das Thema Krieg ist nach wie vor lebendig, ob wir es wollen oder nicht. Diese nicht aufgearbeiteten Geschichten sind auch ein Faktor für wachsende gegenseitige Ressentiments, xenophobe Haltungen und das Erstarken nationalistischer Bewegungen auf beiden Seiten der Oder. Erinnerung wird von Politiker*innen instrumentalisiert, von Wissenschaft und Erinnerungsinstitutionen vereinnahmt und in festgelegte Rituale und Schemata gepresst. Besonders auf der östlichen Seite der Oder. Eines dieser Schemata besteht darin, Polinnen und Polen vor allem als Opfer des deutschen nationalsozialistischen Terror- und Vernichtungsapparats zu definieren. Ja, diese Erzählung ist wichtig. Aber sie ist unvollständig.

Polinnen und Polen schufen während des Zweiten Weltkriegs die größten Strukturen eines Untergrundstaates im besetzten Europa und eines der am weitesten verzweigten Systeme des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Dazu gehörten nicht nur die größte Untergrundarmee Europas, die Armia Krajowa (Heimatarmee), sondern auch Nachrichtendienste, Sabotage und Diversion, eine geheime Verwaltung und Justiz, Untergrundbildung, Untergrundpresse sowie weitreichende Kommunikationsnetzwerke. Die Geheimdienstnetzwerke und Strukturen des Polnischen Untergrundstaates reichten von den besetzten polnischen Gebieten über das Deutsche Reich, einschließlich Berlin, Skandinavien, Österreich, Frankreich und den Balkan bis nach London. Polnische Geheimdienststrukturen waren auch weit über Europa hinaus aktiv: von Asien über Afrika bis nach Nord- und Südamerika. Dieser Teil der polnischen Geschichte fehlt in der deutschen Erzählung.

Noch weniger Gehör finden die Stimmen polnischer Migrantinnen, die über Widerstand, Handlungsmacht und Mut sprechen, insbesondere über den Mut polnischer Frauen. Eine einseitige und schematische Geschichtserzählung wird uns nicht dabei helfen, Schlussfolgerungen aus der Vergangenheit zu ziehen, aus ihr zu lernen oder historische Traumata aufzuarbeiten, die nach Jahrzehnten nicht verschwinden, sondern in neuen Formen zurückkehren. Vor vielen Jahren schlug Władysław Bartoszewski vor, in Berlin ein Denkmal für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung zu errichten. Allein erreichte er wenig. Mithilfe deutscher Kollegen gelangte das Thema schließlich in den Bundestag. Seitdem gab es unzählige Gespräche und Debatten, meist im eigenen Kreis und hinter verschlossenen Türen. Es entstanden mehrere wichtige Dokumente, mehrere aufeinanderfolgende Konzepte, und inzwischen wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, zu dem ausgewählte große Planungsbüros zugelassen wurden. Heute liegt am Ort des zukünftigen Denkmals ein Brocken. Dieser fast 30 Tonnen schwere Stein ist für mich ein Symbol einer toten deutschen Erinnerungskultur. Ein Symbol gescheiterter Erinnerungspolitik. Ein Symbol eines schwergewichtigen Monologs. Das Grundstück, auf dem dieser Brocken liegt und auf dem irgendwann das Denkmal entstehen soll, ist der ehemalige Standort der Krolloper. Für die deutschen Initiatoren ist dies ein symbolischer Ort, weil Hitler genau dort am 1. September 1939 seine Rede hielt, mit der er den Überfall auf Polen rechtfertigte. Also wird die Erinnerung an Polinnen und Polen wieder einmal durch das Regime und den Terror eines österreichischen Malers definiert.

In der Berliner Erinnerungslandschaft gibt es praktisch keine Orte, die mit dem Mut und der Handlungsmacht von Polinnen und Polen verbunden sind – auch nicht jener, die in der Hauptstadt des Dritten Reiches lebten und aktiv waren. Es gibt keine Erinnerung an das Handeln Tausender polnischer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Gefangener, Kurier*innen und Kurier*innen, Mitglieder des Untergrunds, an Menschen, die Informationen weitergaben, anderen halfen, sich versteckten, Widerstand organisierten. Und kämpften. Auch auf deutscher Seite ist kein besonderes Bedürfnis zu erkennen, diese etablierte, steinerne Erinnerung aufzubrechen: Täter versus Opfer. Dabei gibt es zwischen Täter und Opfer noch ein anderes Wort: Widerstand.

Deshalb ist die polnische Stimme aus Berlin so wichtig. Eine Stimme, die die Erinnerung an die Opfer nicht negiert, sondern erweitert. Die den Menschen ihre Handlungsmacht zurückgibt. Die dieser Erinnerung Leben, Gesichter und Farben gibt, damit diese mutigen Menschen nicht wieder auf Nummern reduziert werden. Seit 2024 gibt es in Berlin ein symbolisches Denkmal sowohl für ein Opfer des nationalsozialistischen Terrors als auch für eine Person, die aktiv Widerstand leistete: den Gedenkbaum für Irena Bobowska. Irena Bobowska war eine junge Frau aus Posen, Dichterin, Künstlerin und Aktivistin des polnischen Widerstands. Sie war auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, nach Berlin gebracht und im Alter von 22 Jahren im Gefängnis Plötzensee mit der Guillotine hingerichtet. Irena war mehr als eine Gefangenennummer. Heute wächst in Berlin ein Baum, der ihren Namen trägt. Er entstand aus einer zivilgesellschaftliche Initiative getragen vom Verein Ambasada Polek e.V. und dem Kollektiv Dziewuchy Berlin. Es ist eine besondere Form eines lebendigen Denkmals. Eines polnischen Denkmals. Eines Denkmals für ein Opfer, aber auch für den Widerstand. Und dennoch haben weder ihre Geschichte noch dieser Ort irgendeine Bedeutung für den Bundestag, für den Mainstream der deutschen historischen Debatte oder für die wichtigsten Institutionen, die sich mit der deutsch-polnischen Erinnerung beschäftigen, weder auf deutscher noch auf polnischer Seite.

Warum? Weil es eine Initiative polnischer Frauen ist, die in Berlin leben? Weil sie von Zivilgesellschaft kam und den Bundestag keine Millionen Euro gekostet hat? Weil sie nicht von deutschen Akteuren wichtiger Institutionen, anerkannten Historiker und Politiker ausging?

Vermutlich.

Aber sie existiert.

Und sie wächst.

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WERSJA POLSKA:

Żywa pamięć. O wojnie, inaczej.
Anna Krenz

Po raz kolejny 1 września w Berlinie odbędą się uroczystości związane z rocznicą wybuchu II wojny światowej. Odbywają się nieliczne ale ekskluzywne wydarzenia, w których uczestniczą ci sami ludzie, którzy zawodowo zajmują się polsko-niemiecką kulturą pamięci: politycy, przedstawiciele środowisk akademickich i instytucji, głównie niemieckich. Spotykają się, przemawiają, debatują, składają wieńce. Wszystko według wzorca, który znamy od kilku lat.

Jednak pamięć o niemieckiej agresji na Polskę wymaga również polskiego głosu. I nie tylko głosu politycznego, akademickiego czy instytucjonalnego. Debata o polsko-niemieckiej pamięci jest bowiem neokolonialnie nierówna, jeśli prowadzona jest przede wszystkim z pozycji niemieckiej. Jestem przeciwna zawłaszczaniu kultury pamięci przez zamknięte kręgi naukowe, polityczne i instytucjonalne. Pamięć należy do nas wszystkich, bo historia należy do nas wszystkich, tym bardziej historia polsko-niemiecka.

Brak głosów berlińskiej Polonii, marginalizowanie głosów polskich migrantek i migrantów mieszkających w Niemczech tylko podkreślają wybiórczość tej pamięci. I nie popchną sprawy do przodu. Trudna pamięć nie zostanie przepracowana, jeśli wąsaci ważniacy będą mówić sami do siebie. Jeśli w ogóle będą mowić. Niemieccy politycy podkreślają, że zasadniczo uznają historyczną winę Niemiec wobec Polski oraz wynikającą z niej odpowiedzialność. I tyle. Uważają również, że niemieckie zbrodnie zostały odpowiednio rozliczone i nie widzą obecnie potrzeby podejmowania przez stronę niemiecką dodatkowych działań. I to widać. Tymczasem historyczne traumy obu krajów nie zostaną przepracowane, jeśli obie strony będą milczeć albo prowadzić równoległe monologi. Oba społeczeństwa noszą w sobie traumy przekazywane z pokolenia na pokolenie: Polki i Polacy – traumę ofiar, Niemki i Niemcy – dziedzictwo sprawców i związane z nim poczucie winy. To wszystko nadal wpływa na dialog polsko-niemiecki. Można udawać, że temat II wojny jest zamknięty, że nie warto żyć przeszłością, liczy się tu i teraz. Ale realnie tak nie jest. Wystarczy spojrzeć na ulice, zajrzeć do mediów społecznościowych. Temat wojny jest nadal żywy, czy tego chcemy czy nie. Te nieprzepracowane historie są również jednym z elementów narastających wzajemnych animozji, zachowań ksenofobicznych i wzrostu ruchów nacjonalistycznych po obu stronach Odry. Pamięć jest instrumentalizowana przez polityków, zagarniana przez akademię i instytucje pamięci, zamykana w ustalonych rytuałach i schematach. Szczególnie po wschodniej stronie Odry.

Jednym z takich schematów jest definiowanie Polek i Polaków przede wszystkim przez pryzmat bycia ofiarami niemieckiego nazistowskiego aparatu terroru i zagłady. Owszem, to ważna narracja. Ale niepełna. Polki i Polacy stworzyli podczas II wojny światowej największe w okupowanej Europie struktury podziemnego państwa i jeden z najbardziej rozbudowanych systemów oporu wobec nazizmu. Obejmował on nie tylko największą podziemną armię w Europie, Armię Krajową, lecz także wywiad, sabotaż, dywersję, tajną administrację, sądownictwo, edukację, prasę i rozbudowane sieci łączności. Sieci wywiadowcze i struktury Polskiego Państwa Podziemnego sięgały od Warszawy, Gdańska, Poznania czy Krakowa po Wilno, Szwecję, Berlin, Austrię, Francję i oczywiście Londyn. Polskie struktury wywiadowcze działały również poza Europą. Ta część polskiej historii jest w niemieckiej narracji nieobecna.

Jeszcze mniej słyszalne są głosy polskich migrantek podejmujących temat ruchu oporu, sprawczości i odwagi – szczególnie polskich kobiet. Jednostronna i schematyczna historia nie pomoże nam wyciągnąć z przeszłości wniosków, czegoś się z niej nauczyć ani przepracować traum historycznych, które po dziesięcioleciach nie znikają, lecz powracają w nowych formach.

Wiele lat temu Władysław Bartoszewski zaproponował stworzenie w Berlinie pomnika polskich ofiar niemieckiej okupacji. Sam niewiele wskórał. Przy pomocy niemieckich kolegów temat trafił w końcu do Bundestagu. Od tego czasu odbyły się niezliczone rozmowy i debaty, najczęściej we własnym gronie i za zamkniętymi drzwiami. Powstało kilka ważnych dokumentów, kilka kolejnych koncepcji, a obecnie rozpisano konkurs, do którego dopuszczono wybrane duże biura projektowe. A na miejscu przyszłego pomnika leży kamień. Ten głaz jest dla mnie symbolem martwej niemieckiej kultury pamięci. Symbolem nieudanej polityki pamięci. Symbolem monologu. Działka, na której leży kamlot i na której ma kiedyś powstać pomnik, to miejsce dawnej Opery Krolla. Dla niemieckich inicjatorów jest to miejsce symboliczne, ponieważ właśnie tam Hitler wygłosił 1 września 1939 roku przemówienie uzasadniające napaść na Polskę. Czyli po raz kolejny pamięć o Polkach i Polakach zostaje zdefiniowana przez reżim i terror austriackiego malarza.

Na oficjalnej historycznej mapie Berlina praktycznie nie istnieją miejsca związane z odwagą i sprawczością Polek i Polaków, również tych, którzy mieszkali i działali w stolicy III Rzeszy. Nie ma pamięci o działaniach tysięcy polskich robotnic i robotników przymusowych, więźniarek i więźniów, kurierów, członkiń i członków konspiracji, ludzi przekazujących informacje, pomagających innym, ukrywających się, organizujących opór. Nie widać też szczególnej potrzeby po stronie niemieckiej, aby naruszyć tę ustaloną, kamienną pamięć: sprawca kontra ofiara. A przecież pomiędzy sprawcą i ofiarą istnieje jeszcze jedno słowo: opór.

Dlatego tak ważny jest polski głos z Berlina. Głos, który nie neguje pamięci o ofiarach, lecz ją rozszerza. Przywraca ludziom sprawczość. Nadaje tej pamięci życie, twarze i kolory, by te odważne osoby nie były znów sprowadzone do numerów. Od 2024 roku istnieje w Berlinie symboliczny pomnik zarówno ofiary nazistowskiego terroru, jak i osoby aktywnie stawiającej mu opór: Drzewo Pamięci Ireny Bobowskiej. Irena Bobowska była młodą poznanianką, poetką, artystką i działaczką polskiego ruchu oporu. Poruszała się na wózku. Została aresztowana przez Gestapo, przewieziona do Berlina i w wieku 22 lat stracona na gilotynie w więzieniu Plötzensee. Irena była czymś więcej, niż numerem więziennym.

Dziś w Berlinie rośnie drzewo noszące jej imię. To była oddolna inicjatywa stowarzyszenia Ambasada Polek e.V i kolektywu Dziewuchy Berlin. Jest to wyjątkowa forma żywego pomnika. Polskiego pomnika. Pomnika ofiary, ale i oporu. A jednak ani jej historia, ani to miejsce nie mają żadnego znaczenia dla Bundestagu, dla głównego nurtu niemieckiej debaty historycznej czy dla najważniejszych instytucji zajmujących się polsko-niemiecką pamięcią – zarówno niemieckich, jak i polskich.

Dlaczego?

Czy dlatego, że jest to inicjatywa polskich kobiet żyjących w Berlinie? Dlatego, że jest oddolna i nie kosztowała Bundestagu milionów euro? Dlatego, że nie wyszła od niemieckich działaczy ważnych instytucji, uznanych historyków i polityków?

Zapewne.

Ale istnieje.

I rośnie.

 

Fotos: Ela Kargol, Anna Krenz